DORFLEBEN
Jede Menge schöne Töne
Der Till und der Dirk, die Lecher Trachtenkapelle und ein kurzfristiger Ausflug nach Westerland, sowie etwas Flatterhaftes ganz in Weiß: Das sind die Dorfhighlights dieses Sommers und Richtung Biike gucken wir nebenbei auch schon Mal
Der Dirigent der Freundschaft
Die Trachtenkapelle beweist (mal wieder) starke Kondition, Dirk offenbart ungeahnte Talente, unsere Gäste sind lachende Dritte: Lech und Kampen feierten jetzt auch bei uns im und am Haus "Silbernes" der Partnerschaft.
Seit 25 Jahren sind Lech im Vorarlberg und Kampen nun schon freundschaftlich verbandelt, und wie. Eine innige Beziehung, die so viele sympathische Synergie-Effekte für alle Beteiligten mit sich brachte und bringt. Kampener Kinder am Berg und junge Lecher auf Sylt, Gastrotalente, die mal im Schnee und mal am Meer arbeiten, Gästereisegruppen, die gemeinsame Besuchs-Tourneen von ganz da unten im Süden bis hoch oben im Norden unternehmen, gemeinsame Weinproben, Sylter, die sich beim Weißen Ring ins Renngetümmel schmeißen und Lecher, die sich ein Jahr ohne Kampen-Besuch gar nicht mehr vorstellen können: Die Beziehung ist über die Jahre gereift und hat immer weitere Kreise gezogen. Das Jahr des Silbernen stand jetzt ganz im Zeichen der Wiedersehensfreude. Während ein gutes Dutzend Sylter im Winter das Bergleben bereicherte, in Oberlech und Lech inseltypisch aufkochte, die Nacht zum Tag und sich auf den Skipisten breit machte, war jetzt in der Hochsaison der Gegenbesuch der Lecher dran.
Und die brachten als eines der schönsten »Geschenke« endlich einmal wieder die legendäre Trachtenkapelle mit. Die ist, samt Marketenderin mit »Schnapsfasserl«, nicht nur eine Augen- und Ohrenweide vom Feinsten, die macht richtig Stimmung und reißt auch unsere Gäste mit. Vor allem aber war es auch dieses Mal sehr unterhaltsam, zu beobachten, wie sich die Damen und Herren wieder in berüchtigter Profi-Manier bis an die absolute Leistungsgrenze pushten bei zwei intensiven Tagen Nahezu-Dauer-Gastspiel. Beim ersten Get-together an Buhne 16 schonten sie sich bereits kein bisschen, auch getränkemäßig, bei den Auftritten auf den Terrassen der Sturmhaube, des Dorfkrugs, des Gogärtchens und natürlich auch bei uns gaben sie sich dann engagiert nicht nur musizierend den Rest. Absolutes Highlight dieser unvergesslichen Lech-Kampen-Tage mitten im Insel-Hochsommer für uns aber war, als die Kapelle kurzerhand Dirk Erdmann auf unserer Terrasse aufforderte, bittschön doch mal das Dirigieren zu übernehmen. Passt scho, sagte sich Dirk und bewies, anfangs noch etwas zurückhaltend, aber dann zunehmendem mit Vollgas dabei, sehr viel Charme und Taktgefühl. Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Treffen und tüfteln bereits an einem Rachekonzept, mit dem wir uns für diesen Riesenspaß revanchieren können. Exportieren wir Grünkohl im großen Stil in die Berge? Nötigen wir unsere Lecher Freunde, öffentlich "Üüs Sölring Lön" an Biike zu singen? Einen Tag lang Friesentracht zu tragen? Die Rettungsschwimmerprüfung abzulegen? Vorschläge werden entgegengenommen.
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Rundumsorglos
Einfach mal raus, einfach um gar nichts kümmern müssen, einfach mal an gar nichts denken, fünf Tage zu sich kommen, sich vielleicht sogar eine kleine Verlängerung gönnen können: Das Beste an unserem Rundumsorglos-Paket ist vielleicht die Leichtfüßigkeit, mit der Sie dabei über die Insel streifen werden. Zeitraum: 1. November bis 15. Dezember 2024 und 5. Januar bis 11. April 2025 Details: Rundumpaket mit 5 Übernachtungen, Frühstück und 4-Gang-Menü am Abend Preis* 1. November bis 15. Dezember 2024: Einzel-Süd € 760, Doppel-Nord € 1496, Doppel-Süd € 1.424 Preis* 5. Januar bis 11. April 2025: im Einzel-Süd € 770 (Verlängerung pro Nacht € 145), im Doppel-Süd € 1460 (Verlängerung pro Nacht € 270), im Doppel-Nord € 1516 (Verlängerung pro Nacht € 284) |
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Jazz mit Rückenwind
Kampen Jazz by Till Brönner zog dieses Jahr um. Total spontan, nicht ganz freiwillig, aber sehr dankbar, und am Ende wurde ein wundervolles, großes und sehr einnehmendes Fest auch der insularen Solidarität daraus.
Die leidige Wetter-Zitterpartie gehört mittlerweile so zu »Kampen Jazz« wie Till Brönner mit dem Herzen zur Insel: Dieses Jahr erwischte es das großartige Gratis-Festival unseres Dorfes im sechsten Jahr nun schon zum zweiten Mal. Nachdem es die sturmerprobten Musiker bereits 2023 in den Saal des Kaamp-Hüs geweht hatte, zogen dieses Mal kräftigere Verwirbelungen am Horizont auf, als sich ein sommerlicher Sturm direkt vor dem ersten Tag ankündigte: Saal des Kaamp-Hüs belegt, alle großen Hallen dicht, was nun?
Unendliche Telefonate, viel Haareraufen, lange Diskutiererei, einiges Hin und Her zwischen Bürgermeisterin, Ordnungsamt, Organisator Dariusz Mizani, Till Brönner und allen Engagierten drumherum: Schließlich stand fest, dass das gesamte Festival sehr kurzfristig einmal mit viel Rückenwind und Wohlwollen aller Verantwortlichen umzog. Von Kampen nach Westerland, vom Strönwai in den Alten Kursaal. Das war nicht nur eine Herausforderung für die Touristiker, Techniker und Organisation, sondern auch eine kleine Zumutung für die Vollblutmusiker von Weltklasse-Niveau. Auf einer solchen Bühne, so soll Curtis Stigers bei der Probe irgendwo zwischen Verzweiflung, Wahnsinn und Wohlwollen gelacht haben, habe er wahrlich noch nie gespielt. Dieser Saal war vor allem von der Akustik her nicht ganz gemacht für das, was ihn an zwei Abenden mit Jazz auf allerhöchstem Niveau erfüllte, und das Publikum beglückte: Nicht nur Curtis Stigers samt Trio verzauberte das Publikum, sondern auch Dee Dee Bridgewater, Dave Grusin und Lee Ritenour, Ivan Lins, Mousse T., Inusa Dawuda und Bouch sowie Local/Grandmaster DJ Peter Kliem und schon zum zweiten Mal die mitreißende Big Band der Bundeswehr.
First come first serve: Natürlich konnte der Alte Kursaal nicht annähernd so viele Menschen aufnehmen, wie das ganze Dorf Kampen beim Open Air, es bildeten sich am Einlass rasch lange Schlangen, die sich malerisch im Rathauspark gruppierten und die Stimmung nicht vermiesen ließen. Netter Schnack hier, fröhliches Wiedersehen da, Bauchladen-Getränkeservice von den Bierwagen aus, schöne Töne, die von drinnen herausschwebten: Für manchen reichte fast schon das als Happening. Einer raus, einer rein, Schritt für Schritt ging es aber irgendwann für jeden in den Saal, der oder die wollte, vorausgesetzt, die Kondition spielte mit.
Am Ende blieb auch von diesen hinreißenden »Kampen Jazz by Till Brönner«-Tagen wieder etwas Wundervolles nach, etwas Zauberhaftes, untermalt von bewegender Musik: Der Beweis, dass diese Insel wirklich an einem Strang ziehen, jeder sich für jeden einsetzen, man das Unmögliche gemeinsam ermöglichen kann, innerhalb kürzester Zeit. Wieviel Kraft darin steckt?! Das zu spüren, das tat, so das einhellige Fazit aller Beteiligten, Sylt und seinen Gästen einfach gleichermaßen gut.
Bildergalerie
- Jazz Warm-up
Aufwärmprogramm
Auch in diesem Jahr durften wir wieder das Warm-Up für »Kampen Jazz by Till Brönner« ausrichten für Musiker, Unterstützer, Förderer, das Organisationsteam und die Vertreter der Sponsoren. Dass das Unmögliche mal wieder in und um Kampen herum möglich werden konnte, verdanken wir vor allem Letzteren. Dieses Mal waren dabei: Die Gemeinde Kampen, Juvia, Allianz, Cunard, Samsonite, ghd good hair day, Bentley, Frederique Constant, Canonita, Grazia. Ohne ihr Engagement wäre ein Kraftakt dieser menschlichen wie musikalischen Qualität, den ein solches offenes Gratis-Festival für Sylt und seine Gäste hinter den Kulissen bedeutet, schlicht einfach nicht stemmbar.
Fotos: Marco Michalke
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Ganz in Weiß
Herzerwärmend wie immer, etwas cooler als sonst, und dabei so malerisch: Das White Dinner 2024 ist das vielleicht sommerfrischeste Event dieses Jahres gewesen.
Ja, es hätte etwas wärmer sein können, ja, der Wind hätte sich nicht ganz so sehr einmischen müssen, flatterflatter, aber jenseits von »Hoffentlich bleibt es trocken«, geht es ja schließlich auch gar nicht ums Wetter beim White Dinner in Kampen. Der Spirit und die große Kulisse sind es, die diesen Termin zu einem MUSS des Inselsommers machen. Unglaublich malerisch gruppierten sich auch dieses Jahr wieder die Teilnehmer an der endlosen Tafel Richtung Norden und am Fuß des Roten Kliffs bei der Sturmhaube: Eine traumgleiche Szenerie, die an Ausstrahlung fast gewann durch das phasenweise leicht theatralisch düstere Wolkengetürme im Hintergrund. Kampener White-Dinner-Kenner sind sowieso Profis: Neben zauberhafter Tischdeko auf dem Niveau internationaler Stylisten, Picknickkörben, Hüten, Schirmen, Ballons und Blumenkränzen hatten viele sogar Wolldecken und Windschutz dabei. Und wer vielleicht etwas zu luftig gekleidet war, als Tribut an den uniweißen Dresscode, der konnte natürlich Strandkorb-Windschutz genießen. Fazit der 2024er Ausgabe, auch, wenn einige Wetterfühlige am Morgen vielleicht ein wenig voreilig ihre Tickets zurückgegeben hatten: Das White Dinner ist nicht nur was fürs Auge, sondern definitiv auch noch windfest!
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SHORTIES
Der kleine smarte Ableger (und Noch-fast-Geheimtipp) von Buhne 16, der Kiosk »Laaning« am Strandübergang »Mittelstrand« hat seit dem 1. September geschlossen. Das Mutterschiff Buhne 16 geht am 26. Oktober in die Herbst-Winter-Pause, die kurz zum Jahreswechsel unterbrochen wird. - - - - - - - - - - Eine wunderschöne »Erleuchtung« erfährt unser Dorf am 1. Dezember beim traditionellen »Anleuchten« um 16.30 Uhr am Kaamp-Hüs. Samuel Frenczel spielt Trompete, es gibt Punsch und weihnachtliche Musik.
- - - - - - - - - - Der Weihnachtsmarkt Kampen öffnet dieses Jahr am 6., 7. und 8. Dezember seine Türen im Kaamp-Hüs. |
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Feuriges Vergnügen
Biike, das ist der »Nationalfeiertag« von uns Friesen. Immer am 21. Februar zieht abends das ganze Dorf im malerischen Fackelzug zum Biikehaufen bei Leuchtturm/Golfplatz, um dort das riesige Feuer zu entzünden. Ob Sylter damit früher die Seefahrer verabschiedeten, wenn es wieder auf Walfang ging, ob wir alle gemeinsam damit den Winter final verjagen oder gar einst im Nebel umherirrende Schiffe per Feuerschein an den Strand lockten, um sie nach allen Regeln der Kunst auszuräubern, das werden wir vielleicht hinterher beim traditionellen Grünkohl »mit alles« (Kohlwurst, Bratkartoffeln, Kassler, Verteiler) diskutieren. Ein großer Abend für Wetterfeste mit viel Räucheraroma und noch mehr Inselseele: Bitte feuerfeste und strapazierfähige Schuhe/Mäntel sowie vielleicht ein Aspirin für den Morgen danach mitbringen! Details: Sie bleiben zwei oder drei Nächte, wir suchen für Sie das schönste Zimmer in der von Ihnen gebuchten Kategorie aus, Biike-Wanderung und Grünkohlessen bei uns im Haus sind natürlich inklusive Zeitraum: über Biike, also vom 20. bis 23. Februar 2025 Preis*: 2 Nächte im Einzel € 338, im Doppel € 610, in der Suite € 790. 3 Nächte im Einzel € 478, im Doppel € 854, in der Suite € 1120. Verlängerungsnächte: im Einzel € 140, im Doppel € 244, in der Suite € 330 pro Nacht |
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